Was treibt ihr so rund um den Johannistag? Wir gehen schon fast traditionell auf Glühwürmchen-Wanderungen. Die beste Zeit, um sie zu beobachten ist in der Dämmerung und in den ersten ein bis zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit. Sie fliegen von Mitte Mai bis Ende Juli, überwiegend jedoch Ende Juni. Das vermehrte Auftreten um den Johannistag gab ihnen auch den Beinamen „Johanniswürmchen“. Das charakteristische Leuchten der nachtaktiven Käfer entsteht durch eine chemische Reaktion in ihrem Körper: die winzigen Tiere (ca. 10 mm lang) besitzen einen Leuchtstoff, das Luziferin, der wiederum mit Luziferase und Sauerstoff das untere Teil des Hinterteils zum Leuchten bringt.

Bei unseren fliegenden Glühwürmchen handelt es sich um die Männchen vom Kleinen Leuchtkäfer – nur sie leuchten deutlich & sind flugfähig. In unserer Gegend gibt´s neben dem Kleinen Leuchtkäfer auch noch den Großen Leuchtkäfer und die Kurzflügel-Leuchtkäfer.

Wie bei fast allen Insekten nimmt auch der Bestand der Glühwürmchen ab. Neben der Intensivierung der Landwirtschaft macht den Leuchtkäfern zu schaffen, dass es aufgrund der vielen Beleuchtung nachts nicht mehr so richtig dunkel wird. So finden die Paare schlechter zueinander. Wer den Glühwürmchen etwas Gutes tun möchte kann bspw. Gräser durchwachsen lassen, „wilde“ Ecken im Garten anlegen, Haufen aus Ästen & Laub anlegen – dort fühlen sich die Larven besonders wohl. Die Leuchtkäfer fressen vor allem Schnecken – auch solche, die viel größer sind als sie. Deshalb: Verzichtet auf Schneckenkorn & Co.! Macht´s den Glühwürmchen so gemütlich wie möglich & lasst sie übernehmen.